Überraschungssieger im Lindenpark

Vom 9. bis 11. August fand auf der Anlage des TCK der 26. Dunlop-Cup Ost statt. Nach dem Finaltag waren sich alle einig: es war der erwartete Saisonhöhepunkt mit allen Zutaten, die diesen Sport so unvergleichbar attraktiv machen.
Die Verantwortlichen des TCK hatten durch eine akribische Vorbereitung den Grundstein für einen reibungslosen Verlauf des Turniers gelegt.
Die zahlreichen Zuschauer werden es nicht bereut haben, bei gutem Strandwetter auf Sand und Meer verzichtet zu haben.
Im Teilnehmerfeld der Damen befanden sich vier Spielerinnen aus den Top 100 der deutschen Rangliste. Das Endspiel gewann die an Eins gesetzte Vievien Sandberg (Blau-Weiss Berlin) gegen die erst 14-jährige Ella Seidel mit 6:3 6:3.
Die Hamburgerin Ella Seidel ist in Kühlungsborn bestens bekannt, zumal sie seit 4 Jahren in den Sommermonaten, wann immer es geht, mit Peter Fink trainiert. „Ich bin Vereinsmitmitglied und super gerne an der Ostsee; meine Eltern haben auch eine Wohnung in Kühlungsborn. Im Endspiel habe ich gerade im ersten Satz zu viele Fehler gemacht, aber letztendlich bin ich stolz auf diesem Niveau gespielt zu haben“ sagt die deutsche Meisterin der U14.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte der 21-jährige Juri Reckow, der im Herreneinzelfinale den topgesetzten Tom Schönenberg aus Duisburg mit 6:4 und 6:3 bezwang.
„Juri war heute ein sehr guter Gegner, der schnell und präzise gespielt und verdient gewonnen hat“, sagte annerkennend und fair Tom Schönenberg, 87. der deutschen Rangliste.
Juri Reckow war bisher nur wenigen bekannt. Er studiert in den USA in Texas und hat nach eigener Aussage dabei viel Zeit zum Tennisspielen, deren großartigen Ergebnisse durfte auch der Bürgermeister von Kühlungsborn, Rüdiger Kozian, Zeuge sein „ Ein sehr beachtliches Niveau, welches ich hier live erlebt habe, bei den Damen wie auch den Herren. Wir können glücklich sein, dass der TCK solche Turniere ausrichtet. Das ist Anreiz für die Jugendlichen, Werbung für den Tennissport und natürlich für den ganzen Ort. Ich sehe auch eine Möglichkeit, hinsichtlich Erhöhung des Preisgeldes seitens der Stadt etwas großzügiger zu unterstützen,“ resümierte Rüdiger Kozian.
Das Preisgeld lag bei 5000 Euro, je 1000 Euro davon für die Sieger im Damen- und Herreneinzel.
Lokalmatador Peter Fink schied nach einem erfolgreichen Auftaktmatch im Viertelfinale des Hauptfeldes aus.

Der 21-jährige Juri Reckow holte sich den Turniersieg bei den Herren.
Von links: Juri Reckow, Prof. Dr. Klaus Dethloff, Tom Schönenberg bei der Siegerehrung.

Fotos: Ralf Lehmann (1), Thomas Oberwalder (2)